Nachrichten aus Riesi

(Auszug aus dem Mitteilungsblatt)
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Titelblatt
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Zwei­mo­nat­li­ches Bul­le­tin des Ser­vi­zio Cris­tia­no Wal­den­ser-In­sti­tut
Nr. 2+3+4, März/April + Mai/Juni + Juli/Aug. 2012 – 51 Jg./246

«Ge­seg­net der Mann, der auf den HERRN sich ver­lässt und des­sen Hoff­nung der HERR ist. Er ist wie der Baum, der am Was­ser ge­pflanzt ist und am Bach sei­ne Wur­zeln aus­streckt: Er hat nichts zu fürch­ten, wenn Hit­ze kommt; sei­ne Blät­ter blei­ben grün; auch in einem troc­ke­nen Jahr ist er oh­ne Sor­ge, un­ab­läs­sig brint er sei­ne Früch­te.»
Jeremias, 17, 7-8

Editorial

Wir be­fin­den uns vor einem “er­fri­schen­den” Wort Got­tes. Der ge­pflanz­te Baum in der Nä­he des Was­sers, des­sen Wur­zeln sich ent­lang des Flus­ses aus­brei­ten. Wäh­rend wir in Rie­si, un­ter einer er­drüc­ken­den Hit­ze um Luft rin­gen, be­schrei­ben uns die Wor­te des Pro­phe­ten Je­re­mi­as einen wün­schens­wer­ten Zu­stand. Die Na­tur um uns ist ver­gilbt und ver­trock­net; die Bäu­me hal­ten noch durch und ver­su­chen ih­re Äs­te zu ver­län­qern, um uns mehr Schat­ten zu spen­den, in dem wir Zu­flucht su­chen.

Uns ge­fie­le, wenn ein Fluss durch den Ser­vi­zio Cris­tia­no flies­sen wür­de, Ein Fluss mit kal­tem und er­fri­schen­dem Was­ser. Ein Fluss, dem ent­lanq wir un­se­re Wur­zeln, wie gut ge­pflanz­te Wei­den, aus­brei­ten, das Laub grün er­hal­ten und voll von Früch­ten sein kön­nen, oh­ne Angst zu ha­ben vor der Troc­ken­heit.

Der Vers be­in­hal­tet zwei Ele­men­te: Fluss und Baum. Sich das eine zu wün­schen, oh­ne be­reit zu sein, das an­de­re zu wer­den, wür­de be­deu­ten den Fluss zu einem Sumpf, einem to­ten und stil­len Moor aus­trock­nen zu las­sen. Das le­ben­di­ge Was­ser muss ein ge­leb­tes, er­folg­rei­ches und kon­kre­tes Zeug­nis ab­le­gen. Ein Zeug­nis, das im Kon­trast mit der Troc­ken­heit und der Hit­ze sei­ne star­ke und fröh­li­che Exi­stenz aus­drückt,

Ich le­se, dass man das Higgs-Bo­son, auch “Got­tes­teil­chen” ge­nannt, ent­deckt hat. Die ita­lie­ni­sche Astro­phy­si­ke­rin Mar­ghe­ri­ta Hack sag­te ge­bie­te­risch die­ses “Teil­chen ist Gott”. Zwei­fel­los hat Frau Hack recht, eben­so wie Higgs. Je­des Teil­chen ist Gott. Es ist in­so­fern Teil von Gott, als er für die Gläu­bi­qen der Schöp­fer al­ler Din­ge ist.

Und wenn der in­fi­ni­te­si­ma­le Teil von al­le dem, auch die­sem ge­ra­de wahr­ge­nom­me­nen Bo­son, in der Lage ist Jahr­hun­der­te von wis­sen­schaft­li­chen Theo­ri­en zu re­vo­lu­tio­nie­ren, so sind wir des­to mehr die Sum­me von vie­len klei­nen Tei­len, Tei­len Got­tes. Söh­ne und Töch­ter einer Gna­de, die der Wär­me und Troc­ken­heit trot­zen, die ih­re Wur­zeln ent­lang des Was­sers des Le­bens aus­brei­ten kann, sie ein­qra­ben in die Wor­te der Lie­be, de­ren Zeu­gen wir sind.

Das Le­be­we­sen, Sum­me mik­ro­zel­lu­lä­rer Re­vo­lu­tio­nen, muss sich in die­ser Zeit der wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Som­mer­hit­ze, in der vie­le his­to­risch kon­so­li­dier­te Gleich­ge­wich­te ein­stür­zen, er­in­nern, dass es nicht mit ih­nen ein­stür­zen darf.

Sich gut ver­wur­zelt ent­lang des Flus­ses zu be­fin­den, heißt nicht un­be­weg­lich zu sein. Es be­deu­tet Per­spek­ti­ven zu wech­seln, um die Dy­na­mik, die Ent­wick­lung und das Wachs­tum zu er­ken­nen. Bäu­me, be­son­ders die hun­dert­jäh­ri­qen, wer­den oft als un­beweg­li­che Le­be­we­sen be­zeich­net: Sie wur­den ge­pflanzt und ste­hen nun wie ein Baum.

In Wirk­lich­keit wach­sen die Bäu­me in die Hö­he. Wäh­rend ihr Stamm fest im Bo­den ver­wur­zelt ist, be­wegt sich der Rest, wächst, dehnt sich aus, reckt sich.

Die Per­spek­ti­ve der Wei­de ist es, nicht sich ab­zu­mü­hen und dem Bach hin­ter­her zu ren­nen, son­dern das Le­ben aus dem Fluss zu er­hal­ten und sich Rich­tung Him­mel zu rec­ken.

Uto­pisch? Poe­tisch? Mög­li­cher­wei­se. Doch es gibt vie­le Ge­dich­te, die die Welt ver­än­dert ha­ben, tief­qrün­di­qer und bes­ser, als es uns mi­li­tä­risch und wirt­schaft­lich ge­lun­gen ist.

Unsere neue Internetseite

Servizio Cristiano
Servizio Cristiano

End­lich ist die neue Ver­sion der Web­sei­te des Ser­vi­zio Cris­tia­no on­line. Ein Pro­jekt, das sich über sechs Mo­na­te hin­zog und dank der Zu­sam­men­ar­beit der Frei­wil­li­gen des Jahr­gangs 2011/‍2012 und den Web­de­sig­nern ver­bes­sert und fer­tig ge­stellt wer­den konn­te.

Die Inter­net­seite, die mit kur­zen In­hal­ten und In­for­ma­tio­nen dy­na­mi­scher ge­stal­tet wur­de, zeigt auf der Start­sei­te eine ge­zeich­ne­te Kar­te des Ser­vi­zio Cris­tia­no mit den in­ter­nen Be­rei­chen und de­ren La­ge im Zent­rum.

Über die Inter­net­seite ist es nun möq­lich, Pro­duk­te aus der Land­wirt­schaft zu be­stel­len und die Prei­se ein­zu­se­hen, me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chun­gen und Be­spre­chun­gen bei un­se­rer Fa­mi­lien­be­ra­tungs­stel­le ab­zu­ma­chen, wie auch Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten im Gäs­te­haus zu bu­chen.

Wir la­den die­je­ni­gen, die seit län­qe­rer Zeit nicht mehr un­ser Zent­rum auf­ge­sucht ha­ben oder die noch nicht die Ge­le­gen­heit hat­ten uns vor Ort ken­nen zu ler­nen, ein, uns bald zu be­su­chen. Für die Le­ser un­se­res Rund­brie­fes bie­ten wir na­tür­lich Ra­bat­te für einen Auf­ent­halt im Ser­vi­zio Cris­tia­no an. An­ge­la und Ma­ria, die zu­stän­di­qen Mit­ar­bei­te­rin­nen für un­ser Gäs­te­haus, freu­en sich auf Ih­re E-Mails oder An­ru­fe.

Synode

Stand auf der Synode

Der Ser­vi­zio Cris­tia­no wird auf der Ver­samm­lung der Wal­den­ser- und Me­tho­dis­ten­kir­che teil­neh­men, die in Tor­re Pel­li­ce vom 26. bis zum 31. Au­gust 2012 statt­fin­den wird.

Synode Synode

Wie je­des Jahr ist es wie­der mög­lich Oli­ven­öl und an­de­re Pro­duk­te aus un­se­rer bio­lo­gi­schen Land­wirt­schaft zu kau­fen (die­ses Mal ein be­son­ders gu­ter Jahr­gang), so­wie sich über Neu­ig­kei­ten und Ent­wick­lun­gen des Ser­vi­zio Chris­tia­no zu in­for­mie­ren, mit de­nen wir haupt­säch­lich Ju­gend­li­che an­spre­chen wol­len.

Synode

Nach­dem sich ver­gan­ge­nen Jah­res die Fa­mi­lie Ca­piz­zi um den Stand qe­küm­mert hat, wer­den sich die­ses Mal Pep­pe Ba­sti­le und Nun­zio Co­sen­ti­no (sie­he Bil­der) die­ser Auf­ga­be wid­men.

Der Ser­vi­zio Cris­tia­no be­ab­sich­tigt ab­wech­selnd Mit­ar­bei­ter mit eh­ren­amt­li­chen Auf­ga­ben zu be­trau­en und sie so auch in die­sem Be­reich mit­wir­ken zu las­sen.

Dies er­mög­licht auch für al­le, die zu uns an un­se­ren Stand kom­men, di­rek­te An­sprech­per­so­nen zu ha­ben, an die sie Fra­gen rich­ten und mit ih­nen Kon­tak­te knüp­fen kön­nen.

Eine Idee im Rah­men eines Pro­jek­tes, das da­zu dient den Ser­vi­zio Cris­tia­no auch über die Gren­zen Si­zi­li­ens hin­aus als oku­me­ni­sches Zent­rum be­kannt zu ma­chen.

Eine Abreise ist immer auch eine Rückkehr

Synode

Ein Jahr ist ver­gan­gen seit ih­rer An­kunft und schon rol­len ih­re Kof­fer wie­der die We­ge des Ser­vi­zio Cris­tia­no ent­lang. Je­des Jahr ist das Tref­fen und das täg­li­che Le­ben mit den Frei­wil­li­gen, die in Rie­si an­kom­men, eine ein­zig­ar­ti­ge Er­fah­rung. Es wird Zeit sein, Bi­lan­zen zu zie­hen, und je­der von uns kann sei­ne eige­ne zie­hen.

Wir al­le, die in Rie­si blei­ben, tra­gen Trau­rig­keit in uns. Wir müs­sen zu­se­hen, wie die­se Frei­wil­li­gen ab­rei­sen, die viel für Rie­si und für den Ser­vi­zio Cris­tia­no ge­tan ha­ben, und die viel an Er­fah­run­gen, Zu­nei­gung des ge­mein­sam er­leb­ten Le­bens be­kom­men ha­ben.

Viel­leicht wis­sen sie es, viel­leicht auch nicht, trotz­dem hat je­der und je­de von ih­nen ein kon­kre­tes Zei­chen der Lie­be Got­tes, der aus­ge­streck­ten Ar­me, re­prä­sen­tiert für die­je­ni­gen, die die nächs­ten tref­fen oh­ne sie zu­vor zu ken­nen, und oh­ne die Mög­lich­keit zu ha­ben, zu ent­schei­den, zu wem sie ge­hen.

Synode

Wir ha­ben das viel­leicht ver­stan­den, viel­leicht auch nicht, dass al­le, die ge­hen, und al­le, die kom­men wer­den, nicht nur hel­fen­de Hän­de sind, bei dem was wir tun: sie sind Per­so­nen, mit de­nen wir uns an­freun­den und von de­nen wir ler­nen kön­nen zu er­ken­nen, mit wem wir zu­sam­men­ar­bei­ten.

Eine Grup­pe reich an Be­ga­bun­gen, Freund­schaf­ten, Re­spekt der, da­rin sind wir uns si­cher, zu­rück­kehrt, in­dem von ihm in po­si­ti­vem Sinn in den kom­men­den Jah­ren er­zählt wird. Frei­wil­li­ge, mit de­nen Ver­bin­dun­gen der Brü­der­lich­keit und Freund­schaft ent­stan­den sind, Sa­men, die — auch da­rin sind wir uns si­cher — in der Zu­kunft wie Blu­men der Hoff­nung auf­blü­hen wer­den.

Es sind ab­ge­reist, um nach Hau­se zu­rück­zu­keh­ren: Fe­lix, Im­mo, Fran­zis­ka, Ka­ro­li­ne, Lea, Han­na, Chris­to­pher, Isa und Mar­kus. Eine Ab­rei­se, die zu­sam­men­fällt mit der Ab­rei­se der neu­en Grup­pe, die in Rie­si an­kom­men wird.

Ab­rei­sen sind gleich­zei­tig auch eine Rück­kehr: in die Fa­mi­li­en, nach Hau­se. Ab­rei­sen kön­nen, wie die der neu­en Frei­wil­li­gen, auch in Rich­tung eines noch un­be­kann­ten Or­tes, der viel­leicht noch vol­ler Ge­heim­nis­se für sie ist, ge­hen. Es ist an uns, sie ein­zu­la­den an einen Ort der Be­geg­nung, des Dia­logs und die Zu­kunft zu ge­stal­ten.

Brände

Am Sonn­tag und Diens­tag, den 24. und 26. Ju­ni, ha­ben zwei Brän­de eini­ge Bü­sche na­he der ehe­ma­li­gen Bi­blio­thek zer­stört. Auch Stro­mmas­ten, Was­ser­lei­tun­gen und Ole­an­der­sträu­cher, die den Weg säum­ten, wur­den da­bei be­schä­digt.

Der Vor­fall wur­de der Po­li­zei ge­mel­det und eine An­zei­ge ge­gen Un­be­kannt er­stat­tet.

Wahr­schein­lich han­delt es sich um je­man­den, den durch die Hit­ze al­le gu­ten Geis­ter ver­las­sen ha­ben und der, statt sich am Meer zu ver­gnü­gen, Tei­le des Ser­vi­zio in Brand setz­te.

Dank des schnel­len Ein­grei­fens der Frei­wil­li­gen, die auf das Feu­er auf­merk­sam wur­den, und die mit Feu­er­lö­schern die Flam­men er­stic­ken konn­ten, war es mög­lich, grös­se­re Schä­den zu ver­mei­den. Vor al­lem aber wur­de nie­mand ver­letzt.

Doch auch die­se un­an­ge­neh­men Vor­komm­nis­se wer­den uns nicht von un­se­rem Vor­ha­ben ab­brin­gen, un­se­re dia­ko­ni­sche Ar­beit wei­ter­zu­füh­ren.

Für Spenden
Deutschland
(mit Vermerk: “Für Servizio Cristiano, Riesi”)
Freundekreis der Waldenser-Kirche e.V.
c/o Pfr.in Cordula Altenbernd
Schacht Jakob / D-45259 Essen
cordula.altenbernd@t-online.de
KD-Bank, Duisburg
Kto.-Nr. 1011553016   BLZ 350 601 90
Italia
Servizio Cristiano
Via Monti degli Ulivi 6
I-93016 Riesi (CL)
Banca Unicredit Spa
Agenzia di Riesi
IBAN: IT 69 U 02008 83410 000300108587
SWIFT BIC: INICRIT1I97
France
Amis français de Riesi
CCP 1364322 P.Paris
6B, cours de la Liberté
F-69003 Lyon
Schweiz
PC: Ass. des Amis Suisses
Verein Schweizer Freunde
Servizio Cristiano Riesi
CH-1004 Lausanne
Kto.. 19-684641-0
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Projekt «Juli»

Über 90 Kin­der ha­ben sich für das Pro­jekt «Juli» im Ser­vi­zio Cris­tia­no ein­ge­schrie­ben. Das The­ma die­ses Jah­res:

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“Wir Kinder werden die Welt ver­ändern”

Durch ver­schie­de­ne Spie­le und Ak­ti­vi­tä­ten wer­den an­hand von Olym­pia­den in­ter­na­tio­na­le Wer­te ver­mit­telt, die von gröss­ter Wich­tig­keit sind: Re­spekt für den Nächs­ten, Ak­zep­tanz und Ver­stand­nis von Re­geln, To­le­ranz ge­gen­über kul­tu­rel­len Un­ter­schie­den.

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Ein Pro­jekt, das mit Hil­fe von un­se­ren Frei­wil­li­gen und ein­hei­mi­schen Ani­ma­to­ren re­a­li­siert wur­de, und das ein Zeug­nis ist für die Zu­sam­men­ar­beit so­wie die In­te­gra­tion der aus­län­di­schen Frei­wil­li­gen und der jun­gen Rie­si­ner för­dern soll.

Ein gros­ser Dank geht da­her an al­le, die sich mit viel Freu­de und Mo­ti­va­tion den Kin­dern in die­sen glü­hend heis­sen Wo­chen ge­wid­met ha­ben.

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3. MARSCH FÜR DIE LEGALITÄT VOM 19.07.2012 “WENN REGELN SICH IN WERTE VERWANDELN”


 

AASR — Associazione Amici Svizzera Riesi
(Verein der Schweizer Freunde des Servizio Cristiano – Riesi)

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